IT sordino Dämpfer Kernbegriff Support my free tools
der Streicher-Dämpfer selbst
- Abkürzung
- sord.
Wie wird sordino gespielt?
Die kleine Klemme aus Holz, Metall oder Gummi, die ein Streicher auf den Steg setzt. Als Markierung benennt sordino das Gerät; häufiger begegnet es als Anweisung con sordino (aufsetzen) oder senza sordino (abnehmen). Aufsetzen oder Abnehmen kostet echte Sekunden, also muss der Komponist Zeit dafür schreiben — eine Pause, eine gehaltene Note in einer anderen Stimme, einen leeren Takt. Die leichteren Tourte- und Finissima-Typen lassen sich schneller auf den Steg schieben und wieder lösen als ältere zweiteilige Dämpfer, aber der Wechsel ist nie augenblicklich.
Wie klingt sordino?
Zusätzliche Masse auf dem Steg dämpft dessen hochfrequente Schwingung und verschiebt seine Resonanzen nach unten: Die oberen Teiltöne und der helle Glanz fallen weg, während der Körper des Tons erstaunlich intakt bleibt. Übrig bleibt eine dunklere, dünnere, verschleierte Farbe — fern, silbrig, leicht melancholisch.
Im Kontext
sordino (Streicher-Dämpfer): die Klemme auf dem Steg, die hohe Teiltöne dämpft und die verschleierte, ferne Streicherfarbe erzeugt. Verwendet über con sordino (Dämpfer auf) und senza sordino (Dämpfer ab). Spieler brauchen Zeit zum Aufsetzen und Abnehmen. Das klassische Beispiel ist der gedämpfte Beginn von Bartóks Music for Strings, Percussion and Celesta.
Kontext in der Partitur
See also
- Mute (music) — Wikipedia
- Harmonic Spectrum of Muted Strings — Orchestration Online
- Music for Strings, Percussion and Celesta — Wikipedia
- Music for Strings, Percussion and Celesta, Sz.106 — IMSLP
- Musicca — sordino
- Kurt Stone — Music Notation in the Twentieth Century
- musikwissenschaften.de — historical musical abbreviations
- Vienna Symphonic Library Academy — Violin: Con sordino
- Orchestration Online — Strings: Mute Changes
- Béla Bartók — Music for Strings, Percussion and Celesta, published score
- Bard College TŌN — Bartók’s Music for Strings, Percussion, and Celesta