FR harmonique artificiel allgemeine Spielanweisung fortgeschritten Support my free tools
Wie wird harmonique artificiel gespielt?
Französisch für "künstliches Flageolett". Ein Finger drückt die Saite fest nieder und bildet einen beweglichen Grundton, während ein höherer Finger leicht eine reine Quarte darüber berührt (touch-fourth), sodass der Ton zwei Oktaven über der gegriffenen Note klingt; eine Berührung eine Quinte darüber ergibt eine Duodezime höher. Die Quarte ist Standard, weil sie natürlich unter der Hand liegt. Geschrieben als normaler Notenkopf für die gegriffene Tonhöhe plus Raute für den berührten Knoten. Weil die ganze Hand gemeinsam wandert, ist die Technik vollständig chromatisch und kann Vibrato tragen — daher konnten Debussy und Ravel singende Flageolettmelodien schreiben, nicht nur Punkte auf leeren Saiten.
Wie klingt harmonique artificiel?
Ein reiner, aber etwas verschleierterer flötenartiger Ton als beim natürlichen Flageolett — weniger Blüte, da die leere Saite gedämpft ist —, der dennoch chromatische Linien hoch über dem System mit Vibrato singen kann. Ätherisch, gläsern und sul tasto dampfdünn.
Im Kontext
harmonique artificiel: künstliches Flageolett. Eine fest gegriffene Note plus leichte Berührung eine Quarte darüber (touch-fourth, zwei Oktaven hoch) oder eine Quinte darüber (eine Duodezime hoch). Notiert als normale Note mit Raute am Knoten. Voll chromatisch und vibratofähig — etwas verschleierter als ein natürliches Flageolett, aber melodiefähig hoch über dem Register.
Entsprechende Begriffe
- EN artificial harmonic
- DA kunstig flageolet
Kontext in der Partitur
See also
- String harmonic (artificial harmonics, touch-fourth) — Wikipedia
- Artificial harmonics notation — Steinberg Dorico documentation
- Techniques of Strings, Part II (touch-fourth) — Young Composers wiki
- Kurt Stone — Music Notation in the Twentieth Century
- Musicca Dictionary — harmonique
- The Orchestra: A User’s Manual — Viola Mute/Harmonics