IT glissando Harfentechnik gebräuchlich Support my free tools
Notationszeichen
- Abkürzung
- gliss.
Wie wird glissando gespielt?
Der Spieler gleitet von einer Note zur anderen, ohne neu zu artikulieren: Eine Posaune bewegt den Zug, ein Streicherfinger wandert über die Saite, ein Harfenist oder Pianist streicht über Saiten oder Tasten (mit stufigem Skalenglissando), ein Paukist verändert das Pedal mitten im Wirbel.
Wie klingt glissando?
Ein schwingender, hörbarer Durchgang durch Tonhöhe — glatt und nahtlos auf Posaune, Streichern oder Stimme; stufig und skalar auf Harfe, Klavier oder Mallet-Instrumenten, wo jede Zwischenstufe klingt.
Im Kontext
Glissando (von fr. glisser, "gleiten") reicht vom jazzigen Klarinettenheulen am Beginn von Gershwins Rhapsody in Blue — von Gershwin als 17-tönige diatonische Skala geschrieben und in der Probe vom Klarinettisten Ross Gorman zu einem einzigen gleitenden "wail" gemacht — bis zum typischen Harfenschimmer und dem blauen Schmieren der Posaune. In der orchestralen Avantgarde wurde es strukturelle Kraft: Pendereckis Threnody to the Victims of Hiroshima (1961, 52 Streicher) baut Schrecken aus Vierteltonclustern, die sich auffächern, während die Hälfte der Gruppe nach oben glissandiert und die andere nach unten gleitet. Der Begriff ist kontextabhängig und wird auf Posaune oder Pauke mit portamento austauschbar verwendet.