DE gestopft Blechbläsertechnik Kernbegriff Support my free tools
gestopft (Horn) — die Hand vollständig in den Schallbecher geschoben
- Abkürzung
- gest.
Wie wird gestopft gespielt?
Die hohle rechte Hand tief in den Schallbecher schieben und ihn fast ganz schließen (die Technik, mit der Naturhornisten nach Hampel und Punto vor den Ventilen chromatisch spielen konnten). Das verkürzt die wirksame Röhre und erhöht die Tonhöhe ungefähr um einen Halbton, daher greift der Spieler einen Halbton tiefer, um zu korrigieren. Mit + über der Note markiert; durch offen (o) aufgehoben. Entspricht französisch bouché, italienisch chiuso, englisch stopped.
Wie klingt gestopft?
Ein enger, metallischer, summender Knurrton — viel bissiger als ein eingesetzter Dämpfer. Leise ist er verschleiert und fern; laut gedrückt schneidet und kratzt er. Die Tendenz nach oben ist der Technik eigen, deshalb biegen Spieler zur tiefen Seite.
Im Kontext
gestopft: handgestopftes Horn. Die Hand schließt den Schallbecher, erhöht die Tonhöhe etwa um einen Halbton (also einen Halbton tiefer greifen) und erzeugt eine gedämpfte, metallische, knurrende Farbe. Deutsch für fr. bouché, it. chiuso, engl. stopped; aufgehoben durch offen. Eine chromatische Naturhorntechnik (Hampel, Punto, Beethoven Op. 17), die Mahler als schmerzliche, isolierte Farbe und Strauss für Brillanz und Biss nutzte.
Entsprechende Begriffe
- FR bouché
- EN stopped
- DA stoppet
Kontext in der Partitur
Siehe auch
- Hand-stopping — Wikipedia
- Stopped horn (technique & notation) — Houghton Horns
- gestopft / chiuso — Glossary of music terminology (Wikipedia)
- Musicca — gestopft
- Mahler Foundation — glossary
- Vienna Symphonic Library Academy — Wiener Horn in F
- Kansas State University — The Horn: Information for Future Music Educators
- University of Illinois — Spectral Analysis of the French Horn and the Hand-in-Bell Effect