IT allegro Tempo Kernbegriff Support my free tools
schnell/lebhaft
- Abkürzung
- allo.
- Tempo
- 84–144 BPM Klicken, um das Tempo zu hören Die Quellen stimmen darin überein, dass es sich um ein schnelles, helles Tempo handelt, unterscheiden sich jedoch bei den Grenzen: Andere Tabellen geben 120–156 BPM an, und 120 BPM wird häufig als einzelner Referenzwert genannt. Die ältesten Nachschlagewerke bestätigen den Charakter, geben aber keine Zahl an.
Was die Quellen sagen
| Quelle | BPM |
|---|---|
| Dolmetsch Online (reconciled modern range) | 84–144 |
| Wikipedia, 'Tempo' article | 120–156 |
| Frans Absil tempo-indications table (single reference point) | 120 |
| Schmidt-Jones, Understanding Basic Music Theory (LibreTexts open textbook) | 120 |
Wie wird allegro gespielt?
Ausführende lesen Allegro als konkrete Formung von Puls, Phrasierung und Gewicht, nicht als bloße BPM-Zahl. Die genaue Geschwindigkeit ergibt sich aus Epoche, Taktart, Metronomangaben und den umgebenden Charakterwörtern.
Wie klingt allegro?
Der Höreindruck ist eine klar geformte Tempo-Geste: Richtung, Gewicht und Atem der Musik werden stärker wahrgenommen als eine mechanische Geschwindigkeit.
Im Kontext
Allegro gehört zu den ältesten und verbreitetsten italienischen Tempoangaben und ist konventionell das Standardtempo für Kopfsätze in Sonatenform in der klassischen Epoche. Beethoven, der 1815 als erster bedeutender Komponist Maelzels Metronomzahlen in seine Partituren eintrug, verwendete allegro und seine näher bestimmten Formen ständig – darunter das "Presto agitato"-Finale der sogenannten Mondscheinsonate, das die heitere Allegro-Welt in etwas weit Aufgewühlteres stürzt. Weil das Wort ebenso sehr eine Gemütslage wie eine Geschwindigkeit bezeichnet, drehen sich Debatten der historischen Aufführungspraxis oft darum, ob ein bestimmtes allegro als unmittelbare Lebhaftigkeit oder als maßvollere, "heitere" Gangart zu nehmen ist.
A note from Daniel
Als Komponist heute würde ich Allegro mit einer gewissen Vorsicht verwenden. Das Wort trägt einen Charakter in sich – heiter, lebhaft –, der zu einer bestimmten Epoche und Stilwelt gehört; ein Musiker liest diesen Charakter nur mit, wenn der Stil diese Erwartung bereits geweckt hat. In einer neuen Partitur eines Komponisten ohne diesen Kontext sagt Allegro im Grunde nur "schnell". Soll die Heiterkeit mitklingen, muss sie in die Musik selbst hineingeschrieben werden – oder mit eigenen Worten dastehen.
Common mistakes
- Allegro als feste Metronomzahl zu lesen, obwohl das Wort historisch einen Charakter beschrieb – lebhaft, heiter – und nicht eine bestimmte Geschwindigkeit.
- Allegro über ein neues Werk zu setzen und darauf zu rechnen, dass Musiker und Hörer die klassische Heiterkeit mithören; ohne stilistischen Kontext signalisiert das Wort nur Tempo.
- Zu vergessen, dass der Charakter ebenso schwer wiegt wie die Geschwindigkeit: schnell ohne Heiterkeit ist eine andere Musik als schnell mit ihr.
Kontext in der Partitur
See also
- Tempo — Wikipedia (Italian tempo markings)
- allegro — Wiktionary (etymology: Latin alacer, "cheerful")
- Glossary of music terminology — Wikipedia
- Metronome — Wikipedia (Maelzel; Beethoven's first metronome marks)
- Treccani — Allegro e allegretto
- Early Music (Oxford Academic) — Beethoven’s first metronome marks
- Beethoven-Haus Bonn — Piano Sonatas, Op. 27
- W. S. B. Mathews, Pronouncing Dictionary and Condensed Encyclopedia of Musical Terms (1895)